Saturday, January 19, 2008

Testimonial Bush

Imagetransfer bezeichnet die Übertragung von Einstellungen gegenüber einem Meinungsgegenstand auf einen anderen. Eine Firma, die das Image ihrer Produkte verbessern will, spannt für Werbezwecke gerne einen beliebten Prominenten ein und hofft, dass dessen Ansehen auf die eigene Marke abfärbt.

Das ganze funktioniert natürlich auch im negativen Sinn. Will man etwa eine Idee voll und ganz diskreditieren, bringt man sie am besten in Zusammenhang mit George W. Bush, der den Deutschen als gleichsam unterbelichtet wie schießwütig gilt. Mit solchen Assoziationen belegt, ist ein politisches Projekt vermutlich todgeweiht. Umso mehr verwundert mich daher dieses Plädoyer von Guido Westerwelle für umfangreiche Steuererleichterungen. Inhaltlich richtig, aber unter Marketinggesichtspunkten wohl eher ungeschickt.

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4 Comments:

At 9:59 PM, Anonymous fragender said...

betrachtest du eigentlich alles immer nur unter marketinggesichtspunkten?

 
At 10:22 PM, Anonymous antwortender said...

Nein. Aber auch.

 
At 8:19 AM, Anonymous David said...

Ich kenne das als Meinungsaustausch (klingt nicht so schön, da deutsch):
Man geht mit seiner Meinung zum Chef, und kommt mit dessen Meinung wieder raus.

 
At 5:52 PM, Blogger Dominik Hennig said...

Von Bushs Kriegskeynesianismus und seiner horrenden Staatsverschuldung schweigt des Sängers Höflichkeit...

 

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